В Южную Корею прибыли два военнопленных из КНДР, захваченных в Курской области

Дwe nordkoreanische Kriegsgefangene, die im Januar 2025 von ukrainischen Streitkräften in der russischen Region Kursk gefangen genommen wurden, sind nach monatelangen Verhandlungen und einer vertraulichen Abstimmung Mitte September in Südkorea eingetroffen. Die öffentliche Erwähnung des Transfers durch den ukrainischen Präsidenten löste daraufhin heftige diplomatische Spannungen und Forderungen nach einer Entschuldigung in Seoul aus.

Die Ankunft der beiden nordkoreanischen Militärangehörigen in der Republik Korea markiert einen ungewöhnlichen und hochsensiblen Fall im laufenden Krieg. Die Soldaten waren im Januar des vergangenen Jahres in der russischen Grenzregion Koursk von ukrainischen Einheiten festgesetzt worden, als sie an der Seite der russischen Streitkräfte im Einsatz waren. Nach Angaben von Aktivisten äußerten die Männer daraufhin den Wunsch, nach Südkorea überzusiedeln, wo die Verfassung grundsätzlich allen Nordkoreanern die Staatsbürgerschaft nach einer Sicherheitsüberprüfung gewährt.

Bereits im Februar 2025 reiste der südkoreanische Abgeordnete Yu Yong-weon in die Ukraine, um die Gefangenen persönlich in einem Inhaftierungszentrum zu besuchen. Der Politiker setzte sich in den darauffolgenden Monaten gemeinsam mit anderen Akteuren für deren Überstellung ein. Wie der südkoreanische Abgeordnete Youn Kun-young bestätigte, erreichten die beiden Männer schließlich Mitte September sicher südkoreanischen Boden und wurden in den Räumlichkeiten des Zentrums für den Schutz nordkoreanischer Flüchtlinge in Siheung in der Provinz Gyeonggi untergebracht, wo sie zunächst für mindestens drei Monate vom Nationalen Geheimdienst befragt und betreut werden.

В Южную Корею прибыли два военнопленных из КНДР, захваченных в Курской области
Photo: fr.yna.co.kr

Die Rede vor der UN-Generalversammlung und der diplomatische Eklat in Seoul

Der vertrauliche Charakter der Rückführung wurde jedoch jenem Tag durchbrochen, an dem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj das Wort ergriff. Während seiner Ansprache vor der UN-Generalversammlung in New York offenbarte das Staatsoberhaupt der Ukraine den erfolgreichen Transfer der beiden Männer öffentlich.

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Президент Украины Владимир Зеленский заявил: «Взять этих мужчин живыми в плен было непросто. Один из них попытался покончить с собой, когда понял, что попадет в плен».

L'Ukraine a envoyé deux soldats nord-coréens capturés en Corée du Sud

Diese unerwartete Offenbarung stieß in der Regierung in Seoul umgehend auf scharfen Unmut. Südkoreas Präsident Lee Jae-myung kritisierte das Vorgehen offen über die Plattform X und erklärte, dass die Regierung in Seoul sich zuvor ausdrücklich mit der ukrainischen Seite auf eine streng vertrauliche Behandlung verständigt hatte. Das Thema berühre äußerst sensible Sicherheitsinteressen auf der koreanischen Halbinsel, insbesondere da Verwandte von Flüchtlingen im Norden oft harten Repressionen ausgesetzt sind.

In Reaktion auf den mutmaßlichen Bruch der Vereinbarung bestellte das südkoreanische Außenministerium den ukrainischen Geschäftsträger Andrii Vieshkin ein. Vizeminister Park Yoon-joo rügte den Diplomaten scharf wegen der Verletzung des Vertrauens zwischen den beiden Regierungen und forderte eine offizielle Erklärung sowie eine Entschuldigung.

В Южную Корею прибыли два военнопленных из КНДР, захваченных в Курской области
Photo: 20min

Kiews Haltung und das Kalkül hinter der Bekanntgabe

Die ukrainische Seite verteidigte den Schritt mit dem Verweis auf die Offenheit des Landes. Ein Berater des Präsidenten, Dmytro Lytwyn, erklärte gegenüber Journalisten, es wäre seltsam gewesen, die Soldaten völlig im Geheimen zu überstellen, da man lediglich die Tatsache selbst und keine detaillierten Routen oder Zeitpläne publik gemacht habe. Nach Einschätzung südkoreanischer Parlamentarier unter Berufung auf Geheimdienstinformationen könnte der ukrainische Präsident die Veröffentlichung jedoch absichtlich gewählt haben, um in der südkoreanischen Öffentlichkeit den Rückhalt für eine stärkere Unterstützung der Ukraine – einschließlich der Lieferung von Waffen – zu vergrößern.

Die militärische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Pjöngjang bildet den breiteren Hintergrund dieses Geschehens. Geheimdienste in Seoul und westlichen Staaten schätzen, dass Nordkorea insgesamt rund 15.000 Soldaten zur Unterstützung des russischen Feldzugs entsandt hat, wobei Pjöngjang im April 2025 diese Beteiligung erstmals bestätigte.

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